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Zum Titelbild:
Schneeammer (Plectrophenax nivalis)
Die hübsch gefärbte Schneeammer ist zirkumpolar in der Arktis verbreitet. Sie brütet in Europa auf Spitzbergen, in Schottland, auf Jan Mayen (nordöstlich Island), auf der Bäreninsel (zwischen Nordkap und Spitzbergen) und in den Gebirgen Norwegens. Sie gilt als der am nördlichsten brütende Landvogel. Je nach Wetterlage und Nahrungsangebot sind Schneeammern Lang-, Teil- oder Kurzstreckenzieher. Im Winter können Schneeammern an den mitteleuropäischen Nord- und Ostseeküsten beobachtet werden.
In den Brutgebieten leben sie oberhalb der Baumgrenze. Sie kommen dort in dem vegetationsarmen, oft steinigen Gelände sehr gut zurecht. Schneeammern ernähren sich von Sämereien sowie Insekten und deren Larven.
Nach der Schneeschmelze beginnt die Brutsaison. Das Nest wird meistens am Boden zwischen Steinen und Geröll angelegt. Je nach Höhenlage werden eine bis zwei Brüten durchgeführt. Die vier bis sechs Eier werden allein vom Weibchen bebrütet. Nach nicht einmal 14 Tagen verlassen die Jungen noch nicht flugfähig das Nest und werden außerhalb des Nestes bis zur Selbständigkeit weiterversorgt.

Die Männchen sind im Brutkleid durch die schwarzweiße Gefiederfärbung sehr auffällig. Die Weibchen hingegen, sind deutlich schlichter und unauffälliger gefärbt. Im Winter tragen sie ein schlichtes, aber durchaus kontrastreiches Gefieder.
Die Unterbringung in Menschenobhut erfolgt am besten ganzjährig in einer schattigen Freivoliere. Die Einrichtung sollte dem natürlichen Lebensraum nachempfunden werden. Freie Flächen, Steine und niedrige Vegetation sollten dazugehören. Ernährt werden müssen sie mit einer guten Sämereienmischung, mit halbreifen Samenständen, mit einem guten Weichfresserfutter, und besonders zur
Brutzeit, mit allem beschaffbaren Lebendfutter.

Thomas Wendt